INHALTSANGABE
Es war Liebe auf den zweiten Blick
Meine allererste Begegnung mit dem Ayurveda hat mich nicht überzeugen können. Ich fand es zu komplex und kompliziert. Ich konnte keinen Zugang finden. Zudem beschäftigte ich mich gerade mit der TCM – der traditionellen chinesischen Medizin.
Ein Podcast Interview zu Ayurveda und TCM Ernährung brachte dann für mich Licht ins Dunkel und entfachte meine Liebe für den Ayurveda. Das war Ende 2019. In 2020/21 machte ich dann meine Ayurveda Lifestyle Coach Ausbildung bei Dr. Janna Scharfenberg. Seitdem sind der Ayurveda und ich unzertrennlich.
1. Vom Kopf in den Körper
Dank des Ayurveda habe ich es verstanden die Zeichen meines Körpers (wieder) zu verstehen. In unserer Gesellschaft kann ich beobachten, wie viele Menschen immer nur im Außen sind und alles nur mit dem Verstand versuchen zu regeln. Mir ging es ganz genauso. Den Kopf auszustellen fällt mir nicht so leicht. Durch den Ayurveda habe ich es geschafft wieder mehr auf mein Körpergefühl zu achten. Ich habe gelernt wieder mehr ins Spüren zu kommen und für mein Wohlbefinden zu sorgen. Ich nehme deutlich besser war, was meine Bedürfnisse sind und was meine aktuelle Konstitution ist. Denn je nach Jahreszeit, Tageszeit und anderen äußeren Einflüssen, verändert sich diese.
Ayurveda steht für die Verbindung von Körper, Geist und Seele in einem harmonischen Gleichgewicht.
2. Zurück zur Natur
Der ayurvedsiche Lebensstil hat mich der Natur wieder ein Stück näher gebracht.
Wir Menschen sind ein Teil der Natur. Wir sind der Mikrokosmos im Makrokosmos (dem Universum). Menschen bestehen aus den gleichen Elementen, die auch in der Natur vorzufinden sind – Äther, Luft, Feuer, Wasser, Erde.
Im Ayurveda steht der Mensch in enger Beziehung zu seiner Umwelt. Jegliche Veränderung im Außen ist auch im Inneren zu spüren. Wenn es im Sommer heiß ist, steigt auch die Hitze in uns. Wir spiegeln wider, was im Makrokosmos passiert.
Ich habe für mich gelernt mich an den Zyklen der Natur zu orientieren und wie ich mit diesen im Einklang leben kann.
Die Verbindung mit der Natur hat meine eigene Verbindung zu mir selbst verbessert. Ich lebe bewusster, finde Erholung in der Natur und passe meine Ernährung der Jahreszeiten entsprechend an. Das tut mir gut und fördert meine Gesundheit.
Ayurveda hat mir gezeigt, wie wichtig die Natur für mich als Mensch und für mein Wohlbefinden ist.
3. Achtsam und bewusst leben
Ich liebe den Ayurveda, weil er mich daran erinnert hat, achtsam und bewusst zu leben. Hier spielt die Verbindung zur Natur eine Rolle, aber auch das Körpergefühl. Achtsamkeit ist ein zentraler Bestandteil des Ayurveda und unterstützt mich dabei, mit mir selbst in Verbindung zu kommen und meinen Geist zu beruhigen. Außerdem hilft mir ein achtsamer Lebensstil dabei, Stress zu reduzieren.
Im Ayurveda geht es darum, sich selbst zu spüren und zu erkennen, was mich in Balance bringt.
Dieser bewusste Lebensstil ist mir nicht von heute auf morgen gelungen. Es ist ein Prozess. Die tägliche Achtsamkeitspraxis gibt mir Energie und schärft meinen Blick auf die kleinen Freuden des Lebens.
Achtsamkeit in meinen Alltag zu bringen, bedeutet für mich, in unserer schnelllebigen Welt die Bremse zu ziehen. Nicht durch den Tag zu hetzen, sondern diesen zu erleben.
Ich liebe den Ayurveda, weil er Bewusstsein schafft und die eigene Verbindung stärkt.
4. Ernährung, die zu mir passt – individuell und einfach
Ayurveda ist für mich der Ausdruck von Individualität. Es gibt keine starren Konzepte und Fahrpläne. Jeder wird ganz individuell mit seiner Konstitution betrachtet.
Die Ernährung ist ein großer Bestandteil im Ayurveda. Bei meiner ersten Begegnung haben mich die vielen verschieden und teils unbekannten Gewürze abgeschreckt. Heute weiß ich, dass es nicht darum geht indisch zu kochen oder zu essen. Die Ernährung und die Gewürze und Kräuter dürfen sich an deine Region, in der du lebst, anpassen.
Ich liebe es verschiedene Kräuter und Gewürze in meinen Alltag zu integrieren und je nach Befindlichkeit einzusetzen. Jedes Nahrungsmittel hat bestimmte Eigenschaften und eine entsprechende Wirkung. Das kann ich mir zu nutze machen, indem ich an heißen Tagen z.B. Wassermelone esse und Minze in mein Wasser gebe. Das kühlt bei Hitze. Wenn ich hingegen spüre, dass ich vermehrt friere oder zu trockener Haut neige, kann ich auch hier mit den entsprechenden Lebensmitteln und Kräutern für ein Gleichgewicht sorgen.
Ich ernähre mich so, wie es zu mir passt und wonach mein Körper verlangt. Für mich sind Nahrungsmittel unsere ganz eigene Naturapotheke. Ich kann meine Nahrung so einsetzen, dass sie mir Lebensenergie (Prana) schenkt und meinen Körper und Geist stärkt.
Aber nicht nur die Ernährung ist individuell. Es sind auch die Routinen, Tagesrhythmen, sowie Bewegung und Möglichkeiten zur Entspannung, die ich individuell zu meinem aktuellen befinden einsetzen kann.
Jeder bekommt das, was er braucht.
5. Routinen, die mir Energie schenken
Ayurveda hat mir gezeigt wie wundervoll und heilsam Routinen sind. Sie fördern mein Wohlbefinden und erleichtern mir meinen doch manchmal recht turbulenten Alltag.
Routinen helfen uns Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen. Dabei basieren die Routinen auf den natürlichen Rhythmen von Tag und Nacht, aber auch der Jahreszeiten. Dinacharya (die Tagesroutine) besagt, dass wir unseren Tag im Einklang mit den wechselnden Bioenergien (Vata, Pitta, Kapha) gestalten. Diese setzen sich aus fünf Elementen zusammen, die wir auch in der Natur und im Universum (dem Makrokosmos) finden – Äther, Luft, Feuer, Wasser, Erde. Jede Bioenergie hat andere Eigenschaften und Stärken, die wir im (Arbeits-)Alltag für uns nutzen können.
Für mich bedeutet das ganz konkret, dass ich weiß, wann am Tag, die beste Zeit ist für Fokus, für Kreatives, für ein großes oder schwer verdauliches Essen oder auch für Bewegung. Das heißt nicht, dass ich mich immer daran halte. Aber ich weiß, wenn ich diese Rhythmen und Routinen beachte, geht es mir am besten.
Zu den ayurvedischen Routinen gehören z.B. die Morgenroutine und die Abendroutine. Die Morgenroutine, mit Zunge schaben, Ölziehen und einem Glas warmen Wasser, lässt dich gut und frisch in den Tag starten. Während die Abendroutine, dich entspannen lässt und auf einen erholsamen Schlaf vorbereitet. Hierzu gehören z.B. eine Fußmassage, eine Meditation oder sanfte Dehnungen.
Kleine Auszeiten im Tagesverlauf sind auch sehr wichtig, um Energie zu tanken. Das kann eine Teepause sein, eine Atemübung oder das bewusste Einatmen eines Aromaöls.
Ayurveda Routinen bringen aber nicht nur mehr Energie, sondern sorgen auch für einen klaren Geist.
Ich bin ein absoluter Fan von Ayurveda Routinen. ♥
In meinem Artikel „Kleine Routinen, große Wirkung“ kannst du noch mehr dazu lesen.
Zusammengefasst
Zusammenfassend lässt sich sagen, ich liebe den Ayurveda, weil er für mich Ausdruck von Lebensenergie und Lebensfreude ist.
Neben diesen beiden Dingen, verbinde ich den Ayurveda außerdem mit Individualität, Gesundheit, Bewusstsein und Verbundenheit. Das sind Dinge, die mir wichtig sind. Außerdem ist der Ayurveda undogmatisch. Denn Regeln verderben mir schnell den Spaß und das möchte ich nicht.
Neugierig?
Bist du jetzt neugierig auf den Ayurveda geworden und möchtest mehr darüber erfahren? Ich freu mich, wenn ich andere mit meiner Liebe zum Ayurveda anstecken kann.
Ich lasse mein Wissen zum ayurvedischen Lebensstil in all meine Arbeit einfließen – egal ob Coaching, Buch oder Kartenset. Ayurveda ist die Basis meines Schaffens.
In meinem Buch „Kraftvoll – Wege zu mehr Lebensenergie“ findest du u.a. Impulse und Routinen aus dem Ayurveda, die dir den Alltag erleichtern.



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